Paarung und Eiablage

Kragenechsen beim Schlupf

Alles beginnt natürlich im Frühjahr bei der Paarung. Diese variiert jedes Jahr ein wenig. Das hängt stark von unserem Winter bzw Sommer ab. Die Paarungszeit fängt zwischen Ende Januar und Ende März an und kann bis zum Oktober andauern. Vorruassetzung ist immer, das man fruchtbare Tiere hat, die sich wohl fühlen. Das Terra muß den Ansprüchen genügen, die Gruppe muß harmonieren und das Umfeld, zb Wohnzimmer, darf nicht zu stressig oder stickig sein. Also unter Umständen legen auch fruchtbare Tiere in einem Mini-Terra, das mit Teppichen ausgekleidet ist und sich in einer Raucherwohnung mit Hunden oder Katzen befindet, keine Eier. Zur Krönung gibt es eine 24h Dauerbeleuchtung und nur Angelmaden zum fressen. Gelegentlich werden die Tiere dann von den Kindern auch noch mit einer Wasserpistole terrorisiert. Ihr lacht? Habe ich alles schon gesehen. Nicht in dieser brutalen Kombination, aber einzelnd alles schon da gewesen. Und dann wundern sich einige "Halter", das es mit der Fortpflanzung nicht klappt.

Ok, gehen wir also davon aus, das alles paßt. Die Kragenechsen paaren sich. Dieser Akt, den ich nur 3 mal beobachten durfte, dauerte jeweils nur ca 10 Sekunden. Deshalb habe ich auch keine Fotos. Die Paarung findet am Boden statt. Das Männchen packt das Weibchen am Nacken oder Kragen, dreht seine Kloake auf die des Weibchens und führt seinen Hemipenis ein. Wie gesagt, das habe ich bisher an erfolgreichen Paarungen beobachtet. Nach einer Tragezeit von bis zu 6 Wochen sucht das Weibchen dann einen geeigneten Eiablageplatz. Die Ansprüche sind da sehr unterschiedlich. Die einen bevorzugen es feuchter oder trockener, die einen Sand, die anderen ein Gemisch und der Ort ist immer in der Nähe um den Strahler herum, aber nie direkt unter ihm. Hin und wieder muß man deshalb an den unterschiedlichsten Stellen den Sand auftürmen. Die meisten Weibchen mögen es auch nicht, wenn Menschen ihnen dabei zu gucken. Also muß ich immer den Raum verlassen, wenn sie den dann legen möchte. Der Bodengrund an den Eiablageplätzen ist bei mir 4-10cm hoch. Das Weibchen buddelt immer bis auf den Grund. Dann legt es 5-10 weiße Eier ab (Größe ca die Kuppe vom kleinen Finger) und buddelt das Loch wieder zu. Der gesamte Vorgang kann einige Stunden dauern, je nach Größe des Geleges und wie geschwächt das Weibchen ist. Da die Tiere wie in Trance sind, sollte man warten bis sie das Loch zugegraben haben. Wenn das Tier fertig ist, graben sie die Eier vorsichtig wieder aus. Echseneier sind weich, nicht wie Vogeleier. Da sie Feuchtigkeit aufnehmen und auch verlieren können, müßen sie raus aus dem Sand und schnell in den Inkubator.